Samstag, 1. Oktober 2016

Meine September-Bücher

 

 
 
Nadine Lashuk
Liebesgrüße aus Minsk
 
Sabine Zett
Komm in meine Arme
 
Hanna Caspian
Die Kirschvilla
 
Carin Müller
Tage zwischen Ebbe und Flut
 
 
 
 
Abgebrochen:
 
Sophie Bassignac
Das Leben ist zu bunt für graue Tage

"Das Leben ist zu bunt für graue Tage" von Sophie Bassignac

Leider sehr grau

Was habe ich mich auf diesen Roman gefreut! Cover und Titel versprachen eine schöne Geschichte, doch das Buch blieb irgendwie grau. So grau, dass ich es auf der Hälfte abgebrochen habe.

Da sind Max und Raphael, zwei Cousins, die in einer Wohnung zusammenleben, die eher einer Rumpelkammer ähnelt. Die Mütter der beiden wollen die Wohnung verkaufen. Dann ist da noch Louise, die bei den beiden wohnt und lebt und im selben Haus auch noch Cécile.

Angekündigt wurde die Geschichte als "Charmante Geschichte mit Tiefgang". Weder charmant, noch Tiefgang. Eher schlichtweg grau und langweilig.

Ich liebe diese leisen, besonders die französischen Geschichten, die bisher immer etwas ganz Besonderes waren. Hier blieben mir die Figuren fremd und farblos.

Vielleicht ist es ja nicht "meine" Geschichte? Vielleicht liegt es auch einfach an der Übersetzung? Ich weiß es nicht.




eBook
208 Seiten
Verlag: Atlantik


 
Trotzdem möchte ich mich beim Verlag bedanken, der mir wieder mal einen Roman zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 26. September 2016

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
 der vergangenen Woche
 
 
(c) Monika Schulte / Fenster in der Hotel-Lobby, Metz


 
1. Unsere Metz-Städte-Tour war ein voller Erfolg!
 
2. Spaziergänge durch Metz sind wie Spaziergänge
 durch ein öffentliches Freilichtmuseum.
 
3. Häuser und Gassen und ihre Geschichten.
 
4. Bezaubernde Jugendstil-Fenster entdeckt.
 
5. Viele neue Ansichten, Aussichten und
immer wieder neue Highlights.
 
6. Die Sache mit dem Schwarzen Tee in Metz.
 
7. Metz und der wunderschöne Bahnhof.
 
8. Klassik im Parkhaus.
 
9. Besuch in Offenbach!
 
10. Endlich mal wieder den weltbesten Cousin und
 die allerliebste Tante umärmeln können!
 






Mittwoch, 21. September 2016

"Tage zwischen Ebbe und Flut" von Carin Müller

Ein leises Buch, das den Leser nicht mehr los lässt

Der 70-jährige Felix ist an Alzheimer erkrankt. Sein größter Wunsch war es immer, einmal eine Kreuzfahrt zu unternehmen. Seine Tochter Judith erfüllt ihm diesen lang ersehnten Traum, doch nicht nur Felix und Judith gehen an Bord, auch Felix Ehefrau Ellen und Enkelin Fabienne. Felix Erinnerungen und Gedanken sind wie das Meer und die Wellen – mal angeschwemmt, mal fortgetragen. Was für Felix ein einmaliges Abenteuer zu sein scheint, wird für die drei Frauen zu einer Reise ins eigene Ich.

„Tage zwischen Ebbe und Flut“ - allein schon Titel und Cover haben mich magisch angezogen. Es ist ein Roman, der aus der Masse heraussticht, ganz leise, ganz wunderbar! Es ist die fesselnde und tief bewegende Geschichte des an Alzheimer erkrankten Felix und seiner Familie. Vier Menschen, die an Bord eines Segelschiffes gehen und zu einer Kreuzfahrt aufbrechen. Vier Menschen, alle mit ihren eigenen Problemen.

Da ist Felix, der sehr an seiner Krankheit zu leiden hat. Als Leser spürt man förmlich den Schmerz und die Verzweiflung, wenn er wieder einmal nach Worten sucht, die ihm einfach nicht einfallen wollen. Felix ist traurig. Felix ist wütend.

Dann ist da seine Frau Ellen, die immer und in jeder Situation versucht, die Haltung zu bewahren. Ellen, die sich nach dem alten Felix sehnt, den sie so liebt. Doch der kranke Felix ist oft abwesend, vergisst, wird wütend. Ellen tut alles für ihn, doch mit den Zeilen spürt man, wie verzweifelt sie eigentlich ist, wie ihr alles zu viel wird.

Judith, die gemeinsame Tochter, die ihrem Vater sehr nahe steht, zu ihrer Mutter aber kein besonders gutes Verhältnis hat. Immer wieder wirft sie ihrer Mutter vor, sie würde über den Vater bestimmen, ihn bevormunden, ihn nicht ernst nehmen. Doch wer weiß besser, als die Frau an Felix Seite, wie er wirklich ist?

Zum guten Schluss Enkelin Fabienne, die mitten in der Pubertät steckt und so ihre eigenen Probleme hat. Sie geht noch am lockersten mit Felix um, nimmt ihn einfach so, wie er ist.

„Tage zwischen Ebbe und Flut“ - ein großartiges Buch, das auf seine eigene Art und Weise den Leser fesselt und nicht mehr los lässt. Eine Geschichte, wie sie in jeder Familie passieren kann. Eine Geschichte, die zeigt, wie schwer es ist, mit dieser Krankheit zu leben. Carin Müller setzt sich sehr einfühlsam mit dem Thema Alzheimer auseinander, ist ihr eigener Vater doch selbst auch betroffen. Es ist eine Geschichte, die aufwühlt und doch ist sie so wunderbar leicht erzählt.

„Tage zwischen Ebbe und Flut“ - es ist eines dieser Bücher, die den Leser zum Weinen, aber auch zum Lachen bringen. Und ganz nebenbei begleitet man die Roman-Personen auch noch auf eine wunderschöne Kreuzfahrt. Ich würde am liebsten sofort losfahren und all die wunderbaren Orte selbst besichten!

Danke für diese wunderschöne Geschichte, die mich noch sehr lange beschäftigen wird!
 
 
 
 
Taschenbuch
284 Seiten
Verlag: KNAUR
 
 
 
 
Herzlichen Dank an Patricia Keßler vom Verlag Knaur,
dass ich wieder einmal so einen wunderbaren Roman
lesen und besprechen durfte!





Sonntag, 18. September 2016

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
der vergangenen Woche
 
 
 
Foto (c) Monika Schulte
Herbstfest 2015 Freilichtmuseum Hagen
 
 
 
1. Wunderbare Facebook-Plaudereien!
 
2. Die ultimativen Tipps für Metz bekommen!
Danke, liebe Maria!
 
3. Nebenan.de - das Nachbarschaftsportal
entwickelt sich! Klasse!
 
4. Entspannung in der SalzOase in Iserlohn.
Meine persönliche Entdeckung 2016.
 
5. Auch Tanzbären und Möchtegern-Könige
können mir die gute Laune nicht verderben.
 
6. Mein Job als Frau Dr. Monika -
ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen.
 
7. Freuen auf die nächste Wohnzimmerlesung.
Mit dabei 3 neue Gäste.
 
8. Kleine, aber gute Veränderungen im Büro.
 
9. Ich freue mich, meine Lieblingstante
und meinen Lieblingscousin endlich wieder zu treffen!
 
10. Ich war wirklich sparsam beim Liebesbisschen-Markt.
 


Samstag, 17. September 2016

"Die Kirschvilla" von Hanna Caspian

Ein düsteres Familiengeheimnis

Isabell, sehr rastlos in ihrem Leben, begleitet ihre Großmutter Pauline nach Köln, um das Erbe abzuwickeln. Pauline hat ihr einstiges Geburtshaus, eine Villa direkt am Rhein, geerbt, nachdem ihr Bruder Oskar in den USA verstorben ist. Oskar wollte nicht, dass seine Familie in den USA mit der deutschen Vergangenheit der Familie in Verbindung kommt. Pauline würde das Erbe am liebsten direkt ihrer Enkelin übertragen. Zu düstere Erinnerungen kommen in der alten Dame hoch, wenn sie an die Villa denkt. Ihre Geschwister, die in ihr immer nur den Bastard gesehen haben, die sie, die Jüngste, immer gemieden haben. Isabell kann etwas spüren in dem Haus. Die dunkle Geschichte scheint auch nach ihr zu greifen. Der junge Rechtsanwalt Julius hilft den beiden Frauen bei der Abwicklung des Erbes. Es knistert zwischen Isabell und Julius und er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass Isabell bleiben würde, doch wie soll sie, die lediglich von Tanzstunden lebt, so eine große Villa unterhalten? Und was für ein schreckliches Geheimnis verbirgt die Villa? Können die 2 Tagebücher aus den 20er-Jahren Licht ins Dunkel bringen?

„Die Kirschvilla“ - ist ein spannender Roman, sehr geheimnisvoll, aber auch sehr düster. Ein brutaler, ständig schlagender Vater und Ehemann, der durch gewonnene Wetten an diese große Villa geraten ist. Eine Familie ständig in Angst.

Der Roman wurde in zwei Zeitebenen geschrieben. Mal befindet sich der Leser in der Vergangenheit, dann wiederum befindet sich man in der Vergangenzeit, in den Zwanziger Jahren, in der Zeit, in der die Tagebücher geschrieben wurden. Eine sehr tragische Geschichte, die im letzten Drittel erst so richtig an Fahrt aufnimmt. Wenn ich Geschichten lese, sehe ich immer Farben. „Die Kirschvilla“ ist hier sehr dunkel, grau. Ich hätte mir etwas mehr Farbe, mehr Lebendigkeit der Personen gewünscht.

„Die Kirchvilla“ - ein spannendes Buch für Liebhaber von Familiengeschichten und deren Geheimnissen.
 
 
eBook
480 Seiten
Verlag: HEYNE
 
 
 
 
Herzlichen Dank an das Verlagsteam, dass ich den
 Roman lesen, besprechen und vorstellen durfte!
 
 

"Komm in meine Arme" von Sabine Zett

Frisch, lebendig und bunt wie das Leben!
 
 
Helen, geschieden und alleinerziehende Mutter einer pubertierenden Tochter wünscht sich eigentlich nur ein bisschen Aufmerksamkeit und einen richtigen Job in der Lokalzeitung. Dort arbeitet sie als Kummerkasten-Doktor Gabriel, der Doktor, der die Menschen versteht und ihnen laufend gute Tipps gibt. Eines Tages fragt eine Frau, wie sie sich einen Millionär angeln könnte, doch Helen weiß keinen Rat. Ihr Chef hat jedoch einen Tipp. Helen soll es zu Recherchezwecken selbst herausfinden und wenn sie ihre Sache gut macht, winkt ihr eventuell auch ein anderer Job.

„Komm in meine Arme“ - allein schon das Cover ruft beim Leser ein Schmunzeln hervor. Und erst die Geschichte selbst! Helen ist wie die Nachbarin, die Freundin von nebenan. Job, pubertierendes Teenager-Kind, das kommt mir doch alles SEHR bekannt vor! Wunderbar, wie Helen als Dr. Gabriel die Alltagsprobleme der Leser löst und zum Schluss immer wieder der Spruch „Es umarmt Sie aus der Ferne – Ihr Dr. Gabriel“. Da sie einen richtigen Job bei der Redaktion haben möchte, geht sie auf das Angebot ihres Chefs ein. Für ihre hochschwangere Cousine und Freundin ist das Projekt „Millionär“ eine willkommene Abwechslung. Sofort wird ein Tischkultur-Workshop bei der Gräfin und ein Golf-Schnupper-Wochenende gebucht. So richtig wohl fühlt sich Helen natürlich nicht.

Helen, die jahrelang keinen Mann um sich hatte, hat plötzlich gleich drei Verehrer. Da ist der Brotfabrikant, der Graf und der Lehrer, aber wird Helen es schaffen, sich tatsächlich einen Millionär zu angeln?

„Komm in meine Arme“ - eine Komödie voller Esprit! Eine bezaubernde Geschichte, frisch, lebendig und bunt wie das Leben. Es macht einfach richtig viel Spaß, dieses Buch zu lesen.
 
 
 
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: blanvalet
 
 
 
 
 
Liebe Sabine, ganz herzlichen Dank, dass ich dein
wunderbares Buch lesen und besprechen durfte!
Es hat wirklich sehr, sehr viel Spaß gemacht!