Freitag, 30. Dezember 2016

Spruch


"Das Traumbuch" von Nina George und das Kunstprojekt "Sehnsucht nach Ebene 2"

Mein Hausarzt hat mal gesagt, dass ich ein ganz schönes Sensibelchen sei. Ich fühle jede Wetteränderung, ich nehme Stimmungen anders wahr. Ich lese gerade "Das Traumbuch" von Nina George und ich fühle mich ein bisschen wie der Junge Sam. Wenn ich ein Buch, eine Geschichte lese, kann ich sie auch immer in Farben beschreiben. Bei Menschen geht es mir auch so.




"Das Traumbuch" weckt auch Erinnerungen in mir. Es gibt hier in Hagen eine ziemlich hässliche Hochbrücke. Ich glaube, es war in den Jahren 2004 - 2009. Da wurde das Kunstprojekt "Sehnsucht nach Ebene 2" verwirklicht. Die Künstlerinnen Milica Reinhart und Marjan Verkerk führten unzählige Interviews mit Frauen, die in dem Viertel mit der Brücke wohnen. Einem Viertel mit Menschen aus 82 Nationen! Es war ein Projekt, das zusammen mit dem Kulturamt verwirklicht wurde und da habe ich zu der Zeit gearbeitet. Ich habe die Interviews, die die beiden Künstlerinnen geführt haben, zu Papier gebracht. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was das für eine Arbeit war!

Und was ist das nun für ein Kunstprojekt? Die Brücke wurde an den Seiten in Abschnitte unterteilt. Jeder Abschnitt wurde zu einem Bild. Jede Farbe bedeutet eine Erinnerung. Jede Farbe bedeutet ein Gefühl.


Hochbrücke, Foto (c) unbekannt.


Viele Menschen, die ich kenne, konnten erst nichts damit anfangen. Wenn ich es ihnen dann erklärt habe, waren sie auf einmal begeistert. Immer wenn ich an der Brücke vorbei fahre, sehe ich zum Beispiel das Lila. Lila, wie einst der Lavendel in der Heimat einer der Frauen. Oder das feurige Rot. Rot, wie die ersten Lackschuhe, die eine Frau aus Afrika zum Geburtstag von ihrem Vater geschenkt bekommen hat. Blau steht oft für das Meer. Grau und Schwarz für Gewalt, die den Frauen angetan wurde.

Und nun lese ich "Das Traumbuch". Es mag etwas ganz anderes sein und doch ist es irgendwie genau so. Und, liebe Nina, du sorgst mit deinem Buch gerade dafür, dass ich auf einmal ganz intensiv träume.

LiteRaten - das Quiz rund um Bücher am 17. Januar 2017

Ich habe auf Facebook eine tolle Veranstaltung entdeckt,
die ich hier mit Erlaubnis des "Komplettierers"
samt Text und Bild veröffentlichen darf.
Vielleicht sehen wir uns da?





Foto: (c) der-Komplettierer.de



Sie lesen gerne? Sie schauen sich gerne Quizsendungen an? Sie sitzen gerne in einem gemütlichen Café bei einer guten Tasse Kakao, Tee oder Kaffee?

Wunderbar, dann sind Sie bei LiteRaten genau richtig! Verbringen Sie einen unterhaltsamen, kurzweiligen und auch kreativen Abend, an dem Sie raten können und schätzen, rund um Bücher und Schriftsteller wird es gehen. Mal wird es um Kinderbücher gehen, mal um Krimis, um Länder oder Städte, um Autoren oder ihre Werke, um Wörter oder einfach nur um das Buch an sich.

Hören Sie die erste Seite von einem Roman, haben Sie genau aufgepaßt? Welches Märchen war noch gleich von welchem Autoren? Welcher Fall gehört zu welchem Detektiv?

Kommen Sie alleine oder zu zweit als Team. Wir freuen uns auf Sie! Der olympische Gedanke zählt. Haben Sie keine Angst!
Es wird einfache Fragen geben und (wenige) Fragen, die vielleicht niemand beantworten kann, dann wird die originellste Antwort belohnt. Um den Spaß soll es gehen.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei!!!

Durch den Abend führt Sie „der-Komplettierer“ Dirk Bruchmann.



 
Dienstag, 17. Januar 2017
18:30 - 20:00 Uhr
 
 
Café Bistro Mundial
 Potthofstr. 22
 im AllerWeltHaus
 58095 Hagen
 
 
 

Donnerstag, 29. Dezember 2016

"das strunz low carb kochbuch" von Dr. Med. Ulrich Strunz

Gesunde Ernährung ganz einfach
 
Genetisch korrekt essen? Wieder etwas Neues habe ich mir gedacht und zu lesen begonnen. Gesundes Essen, eigentlich weiß man ja, was da hintersteckt. Das vorliegende Kochbuh behandelt das Thema low carb. Dr med. Ulrich Strunz erklärt ausführlich, kurzweilig und interessant, was das bedeutet. Genetisch korrektes Essen, kommen wir darauf zurück. Das bedeutet, den ganzen Müll weglasssen, wie z.B. industrielle Kohlenhydrate. Strunz fordert dazu auf, den Körper nicht länger zu quälen, ihn nicht länger krank zu machen. Doch er warnt auch. Die bisherigen langjährigen Gewohnheiten sollen nicht einfach auf den Kopf gestellt werden. Der Körper muss langsam umgewöhnt werden. Nach bereits nur einer Woche ist der Körper viel leistungsfäher, fitter.

Nach einem informativen Teil folgen die Rezepte, vielfältig, lecker, gar nicht außergewöhnlich. Nur die Zutaten müssen stimmen. Von Antipasti-Gemüse, leckeren Frühstücks-Ideen (wie türkisches Feta-Frühstück oder gefüllte Frischkäse-Avocado und Paprika-Lupinen-Aufstrich) geht es weiter über Suppen (mediterran, Landlust, asiatisch und urban) und leichten Gerichten, auch wieder unterteilt in viele Richtungen.


Wie wäre es mit einem Bergkäse-Gemüse-Teller, einem Forever-Young-Bauernsalat oder doch lieber ein Hähnchen auf Avocadosalat? Rotbarsch al cartoccio, Gemüsenudeln mit bolognese oder Hirschsteaks mit Rosenkohl? Als Nachtisch vielleicht einen Crunch-Quark mit Himbeeren oder lieber Pancakes mit Heidelbeeren und Zimtcreme?


Gesunde Ernährung ist mit diesen leckeren Rezepten, die alle ohne viele Zutaten auskommen, ganz einfach. Ein sehr schönes Kochbuch, reich bebildert. Ein Kochbuch, das Lust macht, die Rezepte umgehend nach zu kochen.




Broschiert
206 Seiten
Verlag: HEYNE
 
 
 
 
 
Herzlichen Dank an das Team des
Heyne-Verlages für das tolle Kochbuch1

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Mach dieses Buch fertig! - Aufgabe 1

Dieses herrlich bekloppte Buch haben
mir Anja und Daniela geschenkt.




Den beiden habt Ihr es zu verdanken,
dass ich nun alle paar Tage eine der geforderten Aufgaben erledigen werde. Ich soll sie natürlich dokumentieren.




 


Die erste Aufgabe war leicht. Allerdings habe ich keinen weißen Stift. Da habe ich dann einfach mit Luft geschrieben.


"Alles schläft, einer wacht!" von Katrin Rodeit

Atemberaubend spannend!
 
Silvia Kohler ist bei einem Tauchunfall im Bodensee zu Tode gekommen. Der verzweifelte Ehemann will seine Frau nun aber in einem Fernsehbericht über den Ulmer Weihnachtsmarkt gesehen haben. Die Detektivin nimmt sich des Falles an, wenn auch nur, um ihm beweisen zu wollen, dass seine Frau tatsächlich tot ist, doch die Frau in dem Film, die Reinigungskraft Verena Retsch, ist spurlos verschwunden. Eine Spur führt Jule nach Wiesensteig. Dort wurde eine Frau grausam ermordert. In dem Fall ermittelt Kommissar Mark Heilig, der bei Jule immer noch ein gewisses Kribbeln auslöst. Und dann sind der noch der Mann, der alles heimlich beobachtet und die Frau in der Gartenlaube. Was haben die Personen miteinander zu tun? Was haben sie zu verheimlichen? Und wird Jule Flemming ihren vierten Fall lösen können?

„Alles schläft, einer wacht!“ - Nehmen Sie sich bitte nichts anderes vor, wenn Sie beginnen, diesen Krimi zu lesen! Sie werden ihn nicht mehr aus der Hand legen können und das sagt jemand, der eigentlich gar keine Krimis liest!

Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Längst ist mir Jule ans Herz gewachsen. Diesmal begleite ich sie unter anderem auf den Ulmer Weihnachtsmarkt. Ich bin von Anfang an gefesselt. Katrin Rodeit gelingt es wieder einmal, einen fast unheimlichen Sog zu entwickeln. Dieser Roman ist atemberaubend spannend.

Schön auch zu lesen, wie Jule endlich wieder zu sich selbst findet, brauchte sie nach ihrem letzten Fall doch eine Auszeit. Wer Band 1 – 3 kennt, wird hier alte Bekannte wiedertreffen. Cosima und Lou und auch den geheimnisvollen Andreas, der es mir ja insgeheim irgendwie angetan hat. Ich mag seine leise Art, seine geheimnisvolle Aura, die ihn ständig zu umgeben scheint. Man kann diesen Roman natürlich auch lesen, ohne Band 1 – 3 zu kennen. Ich behaupte jedoch, man verpasst etwas, wenn man die anderen Teile nicht kennt.

„Alles schläft, einer wacht!“ - so spannend, dasss man es kaum erwarten kann, umzublättern! Leider ist es Jules letzter Fall. Ich werde sie und die anderen vermissen. Tschüss, Jule!
 
 
 
Taschenbuch
316 Seiten
Verlag: GMEINER
 
 
 
 
Mein herzlichster Dank geht an das Verlagsteam!
Danke, dass ich auch den 4. Fall von Jule Flemming
 lesen und vorstellen durfte!

Mein Dank an alle Autorinnen und Autoren

Das Jahr 2016 neigt sich mit großen
Schritten dem Ende zu.
Zeit, endlich einmal wieder DANKE zu sagen.
 
 
 

Danke, dass Ihr mich teilhaben lasst an Eurem Leben
 – bei Facebook, per WhatsApp, per Mail und
natürlich und das ist das Beste – auch persönlich!
Danke für viele schöne Postkarten.
Danke, dass ich wieder einige von Euch
„so richtig“ kennenlernen und drücken durfte.
Danke für wunderschöne Stunden.
Danke für Eure wunderbaren Geschichten, die mich
immer wieder in die verschiedensten Welten entführen.
Danke für viele persönliche Worte.
Danke für Eure Bücher, die den Weg
zu mir nach Hause gefunden haben.
Danke für wunderbare Wohnzimmerlesungen,
bei denen ich einige von Euch bei mir Zuhause begrüßen durfte.
Danke, dass es Euch alle gibt!
 
Ich freue mich riesig auf 2017!
Auf viele neue und alte Begegnungen,
auf Gespräche, Karten, Bücher, auf Euch!

Dienstag, 27. Dezember 2016

Die verlorene Wohnzimmerlesung

Es war im Oktober 2013. Ich war so happy, denn ich hatte eine Wohnzimmerlesung gewonnen. Das war lange, bevor ich selbst damit begonnen habe, Lesungen zu veranstalten. Leider hat die gewonnene Wohnzimmerlesung nie stattgefunden. Warum veranstaltet eine Autorin so eine Verlosung und löst den Gewinn dann nicht ein? Ich konnte verstehen, dass die Anreise sehr weit ist, doch das hätte sie sich ja vorher überlegen müssen. Sie wollte anfangs unbedingt kommen. Dann jedoch fragte sie nach eventuell bezahlten Lesungsmöglichkeiten in der Nähe. Obwohl das ja eigentlich nicht meine Aufgabe war und mit dem Gewinn auch nicht in Verbindung stand, habe ich ihr eine Liste mit Adressen erstellt, wo sie noch nach mölgichen Lesungen anfragen könnte. Anscheinend war das so auch nicht gedacht. ICH sollte mich offensichtlich darum kümmern.


Dann hatte ich eine Idee und die war, die Wohnzimmerlesung einfach zu mir ins Büro zu holen in einen großen Besprechungsraum. So hätten viel, viel mehr Büchermenschen an der Lesung teilnehmen können. Es hätte sich wegen der Buchverkäufe dann ja auch für die Autorin gelohnt. Schnell mit der Chefin gesprochen, die sofort begeistert ihr Ja gegeben hat. Dann die Kolleginnen und Kollegen gefragt, ob sie überhaupt Interesse an einer Büro-Lesung haben. Ein großes JA auch von der Seite. Wer nicht kam, das war die Autorin.

Okay, ich bin ja ein verständnisvoller Mensch. Die weite Entfernung. Also habe ich den Vorschlag gemacht, ich verzichte auf die gewonnene Lesung, aber sie schickt mir ein Paket voll mit Büchern, die ich dann an die Kolleginnen und Kollegen verlosen könnte. Aber nein, sie bestand darauf, unbedingt nach Hagen kommen zu wollen.

Dann postete sie irgendwann dieses Jahtr auf Facebook etwas über ihr neues Buch. Ich nahm einen neuen Anlauf, freute mich mit ihr auf das neue Buch und hatte die Idee, dass sie dann ja das neue Buch bei mir vorstellen könnte. Und was tat sie? Sie löschte das, was ich geschrieben hatte.

Tja, nun sind inzwischen 3 Jahre nach meinem Gewinn ins Land gezogen. Kürzlich wurde ich wieder gefragt, was denn eigentlich aus meinem Gewinn geworden sei. Keine Lesung, kein Paket mit Büchern. Eigentlich sehr schade, oder? Dafür habe ich auch etwas gelöscht, nämlich sie aus dem Kreis meiner Facebookfreunde.

Montag, 26. Dezember 2016

Ein Buch zum Fertigmachen

Dieses verrückte Buch haben mir Anja und Daniela geschenkt. Ich werde das Buch auf gar keinen Fall mit unter die Dusche nehmen!



Think Pink!

10 positive Dinge und Begebenheiten
 der vergangenen Woche
 



 
 
1. Der 80 Geburtstag meines Papas!
Ich drücke dich, ich weiß, dass du das hier
 irgendwann lesen wirst!
 
2. Die vielen Weihnachtsgrüße.
 
3. Das tolle Weihnachtsessen und die vielen Geschenke.
 
4. Das verrückte Buch, das ich von Anja und Daniela bekommen habe! Und ich werde damit nicht  unter die Dusche gehen!
 
5. Inspiration durch Hildegard von Bingen.
 
6. Glück ist, wenn der Rückenschmerz langsam verschwindet.
 
7. Auch vergangene Woche wieder nette Gespräche geführt.
 
8. Den Cava habe ich für mich.
 
9. Ich freue mich auf eine ruhige Woche.
 
10. Das neue Jahr kann kommen.
 

"Das Bild aus meinem Traum" von Antoine Laurain

Wunderbar französisch!
 
Der erfolgreiche Pariser Anwalt Chaumont ist leidenschaftlicher Sammler. Er sammelt einfach alles, kleine Dinge, große Dinge, Kunstwerke, alles. Oft trifft man ihn bei Auktionen an. Eines Tages entdeckt er dort ein Portrait. Es zeigt das Bild eines Mannes, das ihm absolut ähnlich sieht. Sein Sammelfieber ist geweckt. Er MUSS dieses Bild ersteigern und er hat Glück. Er darf das Bild nach einer aufregenden Auktion sein Eigen nennen. Noch ganz fasziniert davon, dem Mann auf dem Bild so ähnlich zu sehen, zeigt er es seiner Frau, doch diese erkennt keine Ähnlichkeit. Auch Freunde und Bekannte scheinen nichts zu bemerken. Chaumont lässt sich nicht beirren. Er beginnt Nachforschungen anzustellen und findet heraus, dass es sich um das Mitglied eines alten Adelgeschlechtes handelt. Er macht sich auf dem Weg zu dessen Familie und hier, welch eine Überraschung, hier scheint man ihn zu kennen! Chaumont – ein Graf? Was es mit dem Kunstsammler und dem Grafen auf sich hat, das müssen Sie schon selbst lesen!

„Das Bild aus meinem Traum“ - Traum und Wirklichkeit scheinen zu verwischen. Mal mag der Leser geneigt sein, der Ehefrau zu glauben. Ist ihr Mann verrückt geworden? Dann wieder spürt man, dass da mehr sein muss. Wunderbar beschrieben die Auktion mit dem Bild. Das Fieber, das Kribbeln, dass der Anwalt Chaumont verspürt, scheint auf den Leser überzugehen. Ebenso die Enttäuschung, dass ihn niemand auf dem Bild zu erkennen scheint.


„Das Bild aus meinem Traum“ - eine Geschichte zum Verlieben, außergewöhnlich. Eine wunderbare Geschichte aus der Feder von Antoine Laurrain. Eine ganz bezaubernde Geschichte, typisch französisch, leise und mit dem gewissen Witz.




eBook
192 Seiten
Verlag: Atlantik



Herzlichen Dank an das Verlagsteam,
dass ich diesen wunderschönen typisch französischen
 Roman lesen und besprechen durfte!





"Rendezvous im Café de Flore" von Caroline Bernard

Mitreißend und atmosphärisch!
 
Paris im Jahre 1928. Vianne hat einen Traum. Sie möchte für ihr Leben gern Botanikerin werden – am liebsten in Paris im Jardin des Plantes. Schon immer hat sie Pflanzen gesammelt, sie gepresst, sie gezeichnet, doch ihre Eltern halten das alles f ür Unsinn. Vianne soll heiraten und Kinder bekommen. Heimlich packt sie ihre Sachen und fährt nach Paris. Bevor jedoch ihr Traum in Erfüllung gehen kann, muss sie Geld verdienen. Sie verdingt sich als Wäscherin. Vianne lernt den Maler David kennen und lieben. Sie wird seine Muse. Mit David lernt sie auch das pulsierende Pariser Künstlerleben kennen. Und dann geht ein Traum in Erfüllung. Vianne erhält eine Anstellung im berühmten Jardin des Plantes, doch es ist keine gute Zeit. Die Deutschen besetzen Frankreich.

Viele Jahrzehnte später. Marlene verbringt mit ihrem Mann den Hochzeitstag in Paris, doch die Reise verläuft anders als geplant. Das Ehepaar hat sich auseinander gelebt.


Marlene besucht das Musée d'Orsay. Sie entdeckt ein Bild mit einer Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Wer ist diese Frau? Und warum ist sie so seltsam berührt von diesem Bild?

„Rendezvous im Café de Flore“ - Wer Paris liebt, muss diesen Roman lesen! Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass sich die Autorin in Paris auskennt. Sie nimmt einen mit auf die Reise in eine aufregende und spannende Stadt, sei es das Paris der Künstler, der französischen Avantgarde oder sei es das heutige Paris, das Paris der Protagonistin Marlene. Egal ob mit Vianne oder Marlene, ich streife mit den beiden Frauen durch Paris. Die Atmosphäre ist zum Greifen nahe. Mitreißend und atmosphärisch lässt das Buch einen die Stunden nur so vergessen.


„Rendezvous im Café de Flore“ - vor dem inneren Auge des Lesers läuft ein Film ab. Wunderschön und bewegend. Unbedingt lesen!




Broschiert
432 Seiten
Verlag: aufbau
 
 
 
 
 
Herzlichen Dank an das Team des Aufbau-Verlages, dass ich diesen wunderbaren Roman lesen und besprechen durfte!



"Hildegard von Bingen - Achtsam der inneren Stimme folgen" von Jutta Vogt-Tegen

Der inneren Stimme folgen
 
Hildegard von Bingen, die großartige Frau aus dem 12. Jahrhundert, hat die Menschen schon damals aufgefordert, sorgsam mit sich selbst umzugehen. Der Mensch sollte achtsam sein. Die Äbtissin fordert einen auf, mehr auf die innere Stimme zu hören, sich mehr Zeit für sich selbst zu nehmen. Ihre Gedanken, ihre Anregungen und ihre Schriften sind so modern und aktuell wie nie.

Die Autorin Jutta Vogt-Tegen hat die Thesen der berühmten Äbtissin aufgegriffen. In diesem Buch geht es insbesondere darum, der inneren Stimme zu folgen. Körper und Geist sollen wieder in einen Dialog treten. Gar nicht so einfach in der heutigen Zeit? Eigentlich schon. Es sind gar keine großartigen Veränderungen, die man vollziehen muss, um zum Beispiel wieder zu mehr innerer Ruhe zu kommen. Oft reicht schon eine Atempause. Einfach nach draußen gehen, ganz intensiv die frische Luft atmen, bewusst atmen. Den Regen auf der Haut spüren. Den Wind ins Gesicht wehen lassen. Einfach ein bisschen mehr Zeit für sich selbst nehmen und die Elemente wirken lassen.


Es ist wahr, eigentlich weiß man alles schon, was in dem Buch steht, doch gerade in der heutigen sehr hektischen Zeit, in einer Zeit, in der man meint, immer erreichbar sein zu müssen, tut dieses Buch unheimlich gut. Es frischt die Dinge, die man ja eigentlich weiß, aber auch gerne wieder ganz schnell vergisst, auf sehr schöne Weise wieder auf.


Die Autorin erinnert daran, wieder bewusster zu essen, nicht schnell, schnell. Man achte auch darauf, was man isst, wie man isst. Raus gehen in die Natur – es ist so einfach. Manchmal reicht es auch schon aus, sich ein paar Minuten auf den Balkon zu stellen. Augen zu und tief und bewusst atmen. Die Flamme einer Kerze beobachten. Die Farben und den Duft von Blumen auf sich wirken lassen.


Ja, auch für mich gibt es keine sensationellen neuen Erkenntnisse in dem Buch. Dieses Buch hat mich jedoch ganz sanft daran erinnert, die schlafenden Erkenntnisse zu wecken, sie wieder anzuwenden.


„Hildegard von Bingen – Achtsam der inneren Stimme folgen“ - für mich ist es ein sehr schönes Buch, gut lesbar mit vielen wichtigen Tipps und Anregungen.





Broschierte Ausgabe
160 Seiten
Verlag: LINGEN

Montag, 19. Dezember 2016

Weihnachtskarten



Im Fernsehen sagen sie gerade, dass die klassische Weihnachtskarte aussterben würde. Also bei mir nicht.


Sonntag, 18. Dezember 2016

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
der vergangenen Woche
 
 
 
 
(c) Monika Schulte (Bild: Metz, Kathedrale)
 
 
 
 
1. Spontane Mitmach-Aktion im Büro in Sachen Wunschbaum.
Wir erfüllen Hagener Kindern einen Wunsch.
 
2.  Mein erster Büro-Newsletter ist erschienen!
 
3. Wenn einem bei Thalia ein schöner dritter Advent gewünscht wird, eine andere Kundin darauf hinweist, dass aber bereits der vierte Advent bevorsteht und alle ihren Spaß haben.
 
4. Wenn man gestresst in einen Aufzug steigt und einem ein kleines Mädchen zum Lächeln bringt.
 
5. Wenn man die Kreativ-Abteilung in meinem Amt um eine kleine Idee bittet und diese dann akribisch und tüftlerisch umgesetzt wird. Daniela und Michael!
 
6. Wenn man in der Postfiliale beim Reinkommen
 schon mit Namen begrüßt wird.

7. Andalusien, wir kommen!

8. Fast alle Weihnachtskarten sind auf dem Weg.

9. Persönliche Gespräche.

10. Unser Christbaum steht und ist geschmückt.
 


"Was das Leben sich erlaubt - Mein Deutschland und ich" von Hardy Krüger

Offen, ehrlich, berührend!
 
Hardy Krüger, heute 88 Jahre alt, hatte als Junge zwei Träume, dem Traum vom Fliegen und dem Traum vom Schreiben. Beides ist ihm gelungen. In seinem neuen Buch schreibt er ausführlich über seine Kindheit und wie er als Kind von Eltern, die Hitler treu ergeben waren, aufgewachsen ist. In der Ordensburg Sonthofen im Allgäu wird der junge Eberhard zum Adolf-Hitler-Schüler erzogen. Mit nur 15 Jahren spielt er seine erste Rolle beim Film. Der Ufa-Star Hans Söhnker klärt ihn behutsam über die Verbrechen der Nazis auf. Vom getreuen Hitler-Schüler wandelt sich Hardy Krüger zum Kurier für eine Gruppe von Widerständlern, die jüdische Mitbürger in der Schweiz in Sicherheit bringen. Mit gerade mal 16 Jahren wird Krüger an die Front geschickt. Während um ihn herum das große Sterben stattfindet, überlebt Krüger. Wegen Befehlsverweigerung wird er jedoch zum Tod verurteilt und entkommt quasi in letzter Sekunde. Nach dem Krieg startet er durch mit einer internationalen Filmkarriere. Kanzler Helmut Schmidt wird sein Freund.

Hardy Krüger pendelt noch heute zusammen mit seiner Frau Anita, mit der er seit 40 Jahren verheiratet ist, zwischen Deutschland und Kalifornien. Unermüdlich spricht er in Schulen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

„Was das Leben sich erlaubt – Mein Deutschland und ich“ ist ein offenes und ehrliches Buch. Es ist Hardy Krügers Geschichte. Ein großartiges Buch. Ein großartiger Mann, der mit diesem Buch auch vielen anderen Menschen ein Denkmal gesetzt hat, vor allen Dingen seinem älteren Freund Hans (Hanne) Söhnker. Ein Buch, das berührt und nachdenklich macht. Es ist tiefsinnig und doch unterhaltsam mit vielen Denkansätzen zum Leben.


Hardy Krüger erzählt seine Kindheit und Jugend nach. Peter Käfferlein und Olaf Köhne liefern die historischen Daten und ergänzen somit das Erzählte. Unbedingt lesenswert!




Gebundene Ausgabe
224 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe
 
 
 
 
Herzlichen Dank an das Verlags-Team
für dieses wunderbare Buch!




Samstag, 17. Dezember 2016

Erlebnis

Wenn einem bei Thalia ein schöner dritter Advent gewünscht wird, eine andere Kundin darauf hinweist, dass aber bereits der vierte Advent bevorsteht und alle ihren Spaß haben, dann ist das doch ein gelungener Start in den Einkaufsvormittag.



Nimm dir Zeit für deine Träume

Für eine kleine Auszeit zwischendurch
 
Heute habe ich zur Abwechslung mal einen Tipp, für alle, die wie ich diesen kleinen „Geschenk-Bücher“ lieben. „Nimm dir Zeit für deine Träume“ ist so ein Büchlein. Ruhige 48 Seiten mit wunderschönen Fotos vom Meer, vom Strand, von der Weite, von der Ruhe. Dies ist ein Büchlein zum Entspannen, zum Träumen mit wunderschönen Sätzen, die mich beim Lesen ans Meer entführen. In Gedanken bin ich an der Ostsee oben in Mecklenburg-Vorpommern, lasse mir den Wind um die Nase wehen, blicke aufs Meer. Meine Gedanken schweifen, ich werde ganz ruhig.

„Nimm dir Zeit für deine Träume“ - ein Buch für alle, die sich nach ein bisschen Ruhe in dieser hektischen Zeit sehnen. Meine absolute Empfehlung zum Verschenken und am besten auch für einen selbst.





 

Gebundene Ausgabe
48 Seiten
Verlag: GROH


Donnerstag, 15. Dezember 2016

Empfehlungen

Ich habe einen neuen Job im Büro: Kolleginnenbücherempfehlerin! Meine Bücherempfehlungslisten sind inzwischen richtig gefragt!

Dienstag, 13. Dezember 2016

"Das Weihnachtsglas" von Jason F. Wright

Eine Geschichte zum Wegräumen und Einstimmen auf Weihnachten
 
Liebt Ihr Weihnachtsgeschichten genauso wie ich? In der Adventseit muss ich einfach diese kleinen, feinen Geschichten lesen, die den Leser ganz schnell verzaubern. So ist es mir auch mit „Das Weihnachtsglas“ von Jason F. Wright ergangen, eine Geschichte, die schon ein paar Jahre alt ist und die ich trotzdem erst kürzlich entdeckt habe.

Hope wird als Baby von ihrer leiblichen Mutter in einem Café abgelegt. Jemand soll sich um das Kind kümmern, der es wirklich kann. Jemand, bei dem es das Kind richtig gut haben wird. Diese Jemand ist Louise. Bei ihr wächst Hope zu einer zielstrebigen jungen Frau heran. Hope wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich richtig rauszukommen bei ihrem Arbeitgeber, einer Zeitung.


Dann hat Hope nicht nur den Tod ihrer Adoptivmutter zu verkraften, bei ihr wird auch noch eingebrochen. Während die Polizei mit der Spurensicherung beschäftigt ist, entdeckt die junge Frau ein Glas vor ihrer Tür, ein Glas voll mit Geldstücken und Geldscheinen. Es ist ein sogenanntes Weihnachtsglas. Hopes Neugier ist erwacht. Was hat es wohl mit dem Glas auf sich? Wer hat es ihr gebracht und wollte ihr damit eine Freude bereiten?


Hope fängt mit der Recherche an und hofft zudem auf DIE Story. Sie lernt die Familie Maxwell kennen, mit der sie sich schnell anfreundet, doch Hope sagt nicht die Wahrheit. Sie verheimlicht, wer sie wirklich ist.


„Das Weihnachtsglas“ - eine richtig schöne, gefühlvolle Weihnachtsgeschichte, die ganz wunderbar erzählt wird. Eine Geschichte voller Liebe und Freundschaft. Eine Geschichte zum Wegträumen und zum Einstimmen auf Weihnachten. Eine Geschichter voller Zauber – so müssen Weihnachtsgeschichten sein.







eBook
144 Seiten
Verlag: HEYNE

"Stille Nacht" von Titus Müller

Ein großartiges Lesevergnügen einer kleinen Erzählung!
 
„Stille Nacht, heilige Nacht“ - ein Weihnachtslied, das längst Weltruhm erreicht hat, doch wer steckt eigentlich dahinter? Wie ist das Lied überhaupt entstanden? Wer hat den Text geschrieben und wer die Musik an sich?

Joseph Mohr, ein Hilfspriester, tritt eine Stelle in Österreichisch Laufen an. Nicht alle sind dem jungen Priester wohl gesonnen, wurde er doch unehelich geboren. Ein Fürsprecher hat einst ermöglicht, dass er die nötigen Schulen besuchen konnte.


Er lernt seinen Großvater kennen, einen mürischen alten Mann, doch Joseph gibt nicht auf. Er will mehr über den alten Mann und seinen Sohn, Josephs Vater, wissen. Der alte Mann taut auf und beginnt zu erzählen, doch den beiden bleibt nicht mehr viel Zeit füreinander.


Das Leben bei den Flussschiffern ist hart. Die Männer sind oft lange unterwegs, die Frauen müssen die Familie durchbringen. Ein hartes Leben voller Entbehrungen und Armut.


Joseph Mohr kümmert sich um die Menschen. Seine Predigten sind nicht gewöhnlich. Er liebt zudem die Musik. Zusammen mit seinem Freund Franz Gruber lässt er sich auch schon mal von der Musik verführen. So dauert es auch nicht allzu lang, bis ein Kirchenmann sich über den jungen Priester beschwert, doch Joseph lässt sich unterkriegen.


Und eines Tages schreibt er einen Liedtext, das Lied von der „Stillen Nacht“. Franz Gruber schreibt die Musik dazu. Als 1818 am Heiligabend zum ersten Mal das Stück erklingt, sehen die Menschen mit großen Augen zur Krippe. Dieses Lied hat von der Aufführung an die Menschen berührt. Sie kommen zu Joseph und Franz und wollen ihnen die Hände schütteln. Von dort an geht das Lied um die Welt.


„Stille Nacht“ von Titus Müller, dieser Mann kann einfach erzählen! Mit großer erzählerischer Kraft bringt er dem Leser den harten Alltag der armen Flussschiffer nahe. Man spürt regelrecht die Anforderungen an die dort lebenden Menschen und man hört die Musik, die einen verzaubert. Mich rührt dieses Lied immer wieder zu Tränen, nicht, weil es so traurig ist, sondern einfach, weil es so unglaublich schön ist.


„Stille Nacht“ - ein großartiges Lesevergnügen einer kleinen Erzählung. Eine Geschichte, die verzaubert, eine Geschichte, die glücklich macht.





Gebundene  Ausgabe
160 Seiten
Verlag: adeo
 







Spruch


Sonntag, 11. Dezember 2016

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
 der vergangenen Woche
 
 
Foto: Monika Schulte / Weihnachtsmarkt in Soest
 
 
 
1. Mein Lieblingsprojekt, der amtsinterne Newsletter wird in Kürze veröffentlicht.
 
2. Wunderbare Gespräche auf Facebook
 und via WhatsApp.
 
3. Ein unheimlich berührendes Buch gelesen.
 
4. Kino-Pläne, die glücklich machen.
 
5. Der perfekte Tag:
Frühstück mit Ina.
Weihnachtsmarkt in Soest mit Dirk, Ina und Jürgen.
 
6. Kostenloses Parken in Soest.
 
7. Die ersten Weihnachtskarten trudeln ein.
 
8. Man muss auch mal "Ja" sagen.
 
9. Großmutters Bratapfellikör ist lecker.
 
10. Urlaubspläne nehmen Gestalt an.


"Geigen der Hoffnung - Damit ihr Lied nie verklingt" von Titus Müller und Christa Roth

Aufwühlend, tragisch, bewegend
 
Amnon Weinstein restauriert Geigen. Sein Vater war einer der ersten Geigenbauer Israels. Zahlreiche Geigen wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu Moshe Weinstein gebracht. Die einstigen Besitzer der Geigen wollten nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie haben zwar den Krieg und den Nazi-Terror überlebt, doch auch ihr Leben nach dem Krieg war eine einstige Qual – zu sehr haben sie gelitten. Zu sehr wurden sie gequält, verachtet, gedemütigt. Das unfassbar Erlebte wurde unterdrückt. Erzählen konnte fast niemand darüber. Man wollte vergessen und konnte es doch nie. Amnons Familie ist selbst betroffen. Fast alle Familienmitglieder und einstigen Freunde der Familie fielen den Nazis zum Opfer. Eines Tages steht Amnon einem Holocaust-Überlebenden gegenüber. Seine stark demolierte Geige möchte er für seinen Enkel restaurieren lassen. Amnon Weinstein entdeckt im Innern der Geige Aschereste. Menschliche Überbleibsel aus den Krematorien? Es dauert noch ein ganzes Jahrzehnt, bis Amnon Weinstein sich der ganzen Geschichte gestellt, der Geschichte der Musik in den Konzentrationslagern.

Marek und sein Bruder Stani werden ins KZ Dachau deportiert, doch Marek gibt die Hoffnung nicht auf. Er will überleben. Er umklammert seinen Geigenkasten – das Einzige, was ihm neben seinem Bruder geblieben ist. Als er seinem Bruder zu Hilfe kommen will, rächt sich Oberscharführer Köcher an ihn. Er zerstört Mareks Geige. Dieser wird zudem zu besonders harten Arbeitsdiensten herangezogen, doch Marek hat Glück. Er hat Fürsprecher und ihm gelingt es, einen Platz im Lager-Orchester zu bekommen, was schließlich seine Rettung ist.


„Die Geigen der Hoffnung“ - ein Buch, das mich nachdenklich und unendlich traurig zurücklässt.

Ein Buch, halb Sachbuch, halb auf wahren Begebenheiten basierende Erzählung.

Christa Roth hat vor Ort bei Amnon Weinstein recherchiert. Hier leben die Geigen wieder auf, die einst in den Lagern gespielt wurden. Hier berichtet jede einzelne Geige in der Werkstatt Amnons Weinsteins von einem Schicksal, von einem Leben. Diese Geigen der Hoffnung gibt es wirklich. Sie werden heute weltweit in berühmten Orchestern gespielt.


Titus Müller erzählt in einfühlsamer Weise die Geschichte von Marek und Stani. Den Häftling mit der Nummer 95101 hat es tatsächlih gegeben. Er hieß in Wahrheit Abram Merczynski. Es ist eine fesselnde und tief bewegende Geschichte. Manches Mal habe ich beim Lesen den Atem angehalten. Zu verstörend der Lageralltag, zu verstörend das für uns unbegreifliche Verbrechen, das dort an den Menschen begangen wurde.


Titus Müller führt den Leser direkt in das Konzentrationslager. Er schildert das Leben der Menschen dort so eindringlich, das man beinahe das Gefühl hat, das Leid dieser Menschen zu fühlen. Ich sage bewusst „beinahe“, denn niemand kann das nachempfinden, was diese Menschen durchmachen mussten. Und doch gab es so ewas wie Hoffnung – die Musik. Die Musik, die auch Marek in Gedanken woanders hinführte, raus aus dem Lager. Mit der Musik konnten seine Gedanken fliegen. Orchestermitglieder bekamen mehr zu essen. Sie mussten fit sein, um am Abend für die SS-Offiziere aufzuspielen. Immer wieder spürt man die Angst. Bloß nicht nachlassen, bloß nicht schwach werden. Kein falsches Wort, kein falscher Blick. Man könnte der nächste sein.


Titus Müller zeigt aber auch, dass es im Lager ein kleines bisschen Menschlichkeit gab. Da ist der Arzt, der die Kranken in Betten im Krankenrevier versteckt hat, damit wenigstens einige überleben konnten. Er erzählt auch, dass junge Leute gezwungen wurden, in die SS einzutreten und in den Lagern ihren Dienst tun mussten.


„Die Geigen der Hoffnung“ - Ein Buch gegen das Vergessen, aufwühlend, tragisch, bewegend. Ein Buch, dessen Geschichte mich immer begleiten wird.



Foto: adeo-Verlag


Gebundene Ausgabe
208 Seiten
Verlag: adeo

Freitag, 9. Dezember 2016

Es läuft!



Ein Radiosender fragt gerade an, ob sie meine Rezension zu "Gertrudas Versprechen" in ihrem Magazin veröffentlichen dürfen. Da sage ich doch nicht nein.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
 der vergangenen Woche
 


(c) Monika Schulte: Weihnachtsmarkt Barendorf

 
 
 
1. Die Anfrage nach den gemeldeten Chinesen.
 Ein sehr witziges Telefonat!
 
2. Einen sehr interessanten Vortrag zum Thema
"Angst- und  Schlafstörungen" besucht.
 
3. Weihnachtsessen und Theaterbesuch
mit meinen Büro-Menschen.
 
4. Tamaris-Anhänger im Test.
 
5. Lesezeit weltweit!
 
6. Terrassengekühlten Jules Mumm Cranberry
Holunderbeere probiert und für gut befunden.
 
7. Herrlichstes Winterwetter ohne Schnee.
 
8. Weihnachtsmarktbesuch in Bahrendorf.
 
9. Winterbilder.
 
10. Die Sache mit dem Labello.
Kerstin, ich muss jetzt noch lachen!
 

Samstag, 3. Dezember 2016

"Die Musik der verlorenen Kinder" von Mary Morris

Eine Geschichte voller Musik!

Chicago in den Zwanziger Jahren. Benny Lehrman soll wie seine Brüder in das Hutgeschäft seiner Eltern einsteigen, doch Benny liebt die Musik. Er kämpft verzweifelt darum, seinen Traum wahr machen zu können. Er will unbedingt Pianist werden. Immer wieder bittet er seinen Vater darum, die Bestellungen in den Vierteln der Schwarzen ausliefern zu dürfen. Auf diese Weise bietet sich ihm die Chance, der Musik der Menschen dort zu lauschen. Dort lernt Benny auch den Trompeter Napoleon kennen. Er wird sein engster Freund werden und das in einer Zeit der Rassendiskriminierungen.

Im Nachtclub der Familie der jungen Pearl treten die beiden gemeinsam auf. Wenn sie ihre Musik spielen, lassen sie ihren Gefühlen freien Lauf. Bennys und Napoleons Leidenschaft ist der Jazz.. Pearl verliebt sich in Benny, doch der lässt sich von Pearls jüngerer Schwester Opal verführen.


Benny fühlt sich Zeit seines Lebens schuldig. Schuldig daran, dass sein jüngerer Bruder bei einem Schneesturm ums Leben gekommen ist, obwohl alle Brüder mit einem Seil verbunden waren. Nur in der Musik findet er Vergessen. Auch Pearls Familie hat einen großen Verlust zu verarbeiten. Pearl ist als Kind Zeuge geworden, wie drei ihrer Brüder beim Untergang der Eastland ihr Leben lassen mussten.


Musik, und allem voran der Jazz – ganz Chicago scheint nur noch aus Musik zu bestehen. Musik und Gangstern. Al Capone, die Mafia. Dunkle Ecken, verruchte Clubs und doch immer wieder Musik und Tanz. Wegen der Prohibition wird Alkohol nur noch heimlich ausgeschenkt, doch dann beginnt die Weltwirtschaftskrise. Die Menschen verlieren ihre Arbeit. Sie haben kein Geld mehr für Vergnügungen. Es geht ums nackte Überleben. Benny ist gezwungen, wieder bei seinen Eltern zu wohnen. Und so fängt er auch wieder an in der Firma zu arbeiten.

Die Musik. Wo ist die Musik? Eines Tages macht sich Benny auf den Weg zu Pearl. Wird es ihr gelingen, ihn wieder zum Spielen zu bringen?


„Die Musik der vergessenen Kinder“ - Es ist die Geschichte Chicagos. Es ist die Geschichte des Jazz. Man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Die Musik, der Jazz, die Seiten scheinen nur so zu vibrieren. Ich kann die Musik spüren, sie hören. Eine mitreißende Geschichte, bei der die Autorin es schafft, das Flair des alten Chicagos wiederzugeben.t Ich fühlte mich an den Film „The Cotton Club“ erinnert. Dem Leser begegnen interessante und vielschichtige Persönlichkeiten. Eine mitreißende und atmosphärische Geschichte voller Musik. Der Originaltitel „The Jazz Palace“ trifft die Geschichte eigentlich viel besser, doch egal, wie der Titel lautet, dieses Buch sollte man gelesen haben!





eBook
384 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
 
 
 
 
Herzlichen Dank für diese wunderbare Geschichte!

Mittwoch, 30. November 2016

Lesezeit weltweit




Ich finde es immer wieder phantastisch, wenn ich sehe,
wo mein Blog überall gelesen wird.
 Nicht nur in Deutschland und europaweit, nein,
sogar in den Vereinigten Arabischen Emiraten,
in Indien, in Amerika, in Thailand und in Australien!
Wow! Ihr lieben Menschen da draußen,
Ihr macht mich gerade sehr glücklich!

Meine November-Bücher

Der November war mal wieder ein
ganz wunderbarer Lese-Monat.
 
 




Lorenzo Marone
Der erste Tag vom Rest meines Lebens
 
A.L. Kennedy
Leises Schlängeln
 
Martin Werlen
Im Zug trifft man die Welt
 
Petra Schier
Vier Pfoten retten Weihnachten
 
Judd Winick
Hilo - Der Junge, der auf die Erde krachte
 
Madeline Puckette & Justin Hammack
Der ultimative Wein-Guide
Zum Kenner in über 333 Grafiken
 
Peter Prange
Unserer wunderbaren Jahre
 
Titus Müller
Der Schneekristallforscher
 
 
 
 
 
 

Sonntag, 27. November 2016

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
 der vergangenen Woche
 
 
(c) Monika Schulte



 
1. Der Held der Woche: Mein Physiotherapeut.
 
2. Besuch beim Zahnarzt überlebt.
 
3. Ein wunderschönes Buch entdeckt,
bestellt, gelesen und rezensiert.
 
4. Jemanden glücklich gemacht,
der gerade ganz schön krank ist.
(Kati, ich  muss immer an dich denken!)
 
5. Adventstüten gepackt! Das war ein Spaß!
 
6. Adventstüten an die lieben Kolleginnen verteilt!
 
7. Toller neuer Kaffeeautomat,
nur der George kam nicht.
 
8. Ein Wochenende ohne Termine
(wenn auch rückenbedingt).
 
9. Gemütlichkeit bei Kerzenschein.
 
10. Ich freue mich über jeden Sonnenstrahl.

 
 


Samstag, 26. November 2016

"Der Schneekristallforscher" von Titus Müller

Eine Geschichte mit einem ganz besonderen Zauber!
 
Eine Lesung im Literaturhotel Franzosenohl in Iserlohn. Ich hatte mich so sehr au f die Lesung mit Titus Müller gefreut, doch leider war ich krank und konnte nicht den Worten aus seinem neuen Buch „Geigen der Hoffnung: Damit ihr Lied nie verklingt“ lauschen. Meine Freundin Kerstin hat mir jedoch von der Lesung berichtet. Natürlich hat sie mir das Buch mitgebracht. Sie hat mich so neugierig gemacht, dass ich direkt nachgesehen habe, was der Autor noch so geschrieben hat. Und so bin ich auf das folgende Buch gestoßen, von dem ich heute berichten möchte.

Wilson Bentley, in seiner Heimat Jericho gilt er als Sonderling, als Eigenbrötler. Anstatt sich um die Farm und die Tiere zu kümmern wie sein Vater und sein Bruder, studiert er lieber Schneeflocken unter dem Mikroskop. Niemand versteht ihn, nur eine, die Lehrerin Mina aus New York, die den Kindern in Jericho das Lesen und Schreiben beibringt. Mina ist fasziniert von Wilsons Studien, er, der Schneekristalle einfängt, sie studiert und schließlich Fotografien von ihnen anfertigt. Die beiden verlieben sich ineinander, doch dann wird Mina plötzlich zurück nach New York gerufen.


„Der Schneekristallforscher“ - Welch eine wunderschöne, außergewöhnliche kleine Geschichte! Eine kleine Sensation und doch ganz leise. Die Geschichte kommt so leise daher wie eine Schneeflocke. Poetische Worte, berührend, wunderbar. Eine Geschichte mit einem ganz besonderen Zauber. Voller Wärme, voller Gefühl.


Ich fühlte mich sofort an meine Kindheit erinnert. Ich kann mich noch sehr gut an zugefrorene Scheiben erinnern. Eisblumen am Fenster. Wie wunderschön sie doch waren! Sobald der nächste Schnee kommt, werde auch ich mich wieder von den Kristallen verzaubern lassen und an dieses wunderschöne Buch denken.


Ganz nebenbei bemerkt: Wilson Bentley hat tatsächlich gelebt! Er war ein US-amerikanischer Farmer, Fotograf und Schneeforscher. Ihm ist es als ersten Menschen gelungen, Schneekristalle unter dem Mikroskop zu fotografieren.


Erwähnen muss ich diesmal auch den Einband. Wunderschön gestaltet mit Schneekristallen und Samt. Man muss dieses Buch geradezu immer wieder berühren! Dieses Buch gehört einfach unter jeden Weihnachtsbaum!





Gebundene Ausgabe
160 Seiten
Verlag: adeo



"Unsere wunderbaren Jahre - ein deutsches Märchen" von Peter Prange

Eines der stärksten Bücher meines persönlichen Lese-Herbstes 2016!
 
Gleich zu Beginn muss ich sagen, ich bin ein Prange-Fan der ersten Stunde! Auf jedes seiner Bücher bin ich gespannt und ganz besonders auf dieses hier, ist die Handlung doch in Altena angesiedelt, einer kleinen alten Industriestadt, die nicht nur wegen ihrer Burg hoch über der Stadt berühmt ist, sondern auch wegen der Drahtziehereien. Altena ist ein Nachbarstädtchen meiner eigenen Stadt. Ich kenne Altena persönlich und so ist es nochmal ein ganz anderes Erlebnis diesen Roman gelesen zu haben.

Peter Prange entführt den Leser diesmal in das Nachkriegs-Deutschland. Die D-Mark wird ausgegeben. Jeder Bürger erhält 40 D-Mark. Was werden die Menschen mit diesem Geld machen? Was werden die Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, was werden die Freunde Tommy, Benno und Bernd damit machen? Was für Wünsche haben sie und was für Träume?


Ruth, das schwarze Schaf der Familie und vom Vater verstoßen. Benno, der Schuhverkäufer, der schnell auf Erfolgskurs ist und zum Unternehmer wird. Ulla, die davon träumt, einmal Ärztin zu sein und von ihren 40 D-Mark die Einschreibungsgebühren fürs Studium in Tübingen bezahlt. Und da ist Tommy, der Hallodri, der rüber macht in die DDR, um dort ein neues, ein anderes Leben zu führen. Tommy, der hofft, endlich einen Ort zu finden, an dem er anerkannt wird.


„Unsere wunderbaren Jahre – Ein deutsches Märchen“ - ein Roman, ein Deutschland-Roman, der zeigt, wie lebendig Geschichte sein kann. Eine Geschichte, die fesselt und begeistert. Ein Roman, in dem es um die Hoffnungen und Träume sechs junger Leute geht. Von der Nachkriegszeit über das Wirtschaftswunder bis hin zum Mauerfall. Lebenswege, Schicksale.


Die Geschichte ist fiktiv, jedoch in Anlehnung an wahre Begebenheiten. Einige Personen sind erfunden, einige gibt es tatsächlich. So kommen auch der Autor selbst und sein Vater in kleinen Nebenrollen vor, bei denen ich mir manchesmal ein breites Grinsen nicht verkneifen konnte. Wer den Autor persönlich kennt, weiß, was ich meine.


„Unsere wunderbaren Jahre“ - ein Buch, das jeder lesen sollte. Es ist ein sehr wichtiges Buch über einen Teil der deutsch-deutschen Geschichte. Spannend und authentisch und defintiv eines der stärksten Bücher meines persönlichen Lese-Herbstes 2016. Man muss Altena nicht kennen, um sich dort als Leser zurechtzufinden. Peter Prange schafft es hervorragend, das Flair der kleinen Industriestadt an der Lenne wiederzugeben, die mir heute eher ruhig und verschlafen vorkommt.


Und wer selbst einmal nach Altena kommen sollte, der muss unbedingt mit dem im Buch beschriebenen Erlebsnisaufzug hoch zur Burg fahren!


„Unsere wunderbaren Jahre“ - Unbedingt lesen!




Gebundene Ausgabe
984 Seiten
Verlag: Fischer SCHERZ
 
 
 
 
Herzlichen Dank an das Verlags-Team,
dass ich diesen außergewöhnlichen Roman lesen,
besprechen und vorstellen durfte!
 
Und herzlichen Dank an Peter Prange
für diese wunderbare Geschichte!
 
Ich freue mich jetzt schon auf die Wohnzimmerlesung!



Dienstag, 22. November 2016

"Der ultimative Wein-Guide - Zum Kenner in über 333 Grafiken" von Madeline Puckette & Justin Hammack

Für alle Weinkenner und die, die es werden wollen!

Wer stand nicht schon mal vor der Frage, welchen Wein zu welchem Essen nehmen? Meistens entscheiden wir Zuhause relativ spontan, doch wenn wir Gäste haben, möchten wir schon, dass es „perfekt“ ist. „Der ultimative Wein-Guide“ hilft hier auf kurze und informative Weise. Keinesfalls trockene Kost, sondern so, dass es wirklich Spaß macht, an all die Informationen rund um den Wein zu gelangen.

Zu Beginn geht es um die Grundlagen. Was ist überhaupt Wein? Was ist in den Flaschen und es geht um Eigenschaften. Flaschengrößen, Etiketten, Süße und Süßegrade, Säure usw. Wie erkenne ich einen Wein? Sehen und Riechen. Welche Welche zu welchem Wein? Wie schenkt man Wein am besten aus? Und wie lagere ich Wein am besten?


Es werden die einzelnen Weinstile vorgestellt und die Herstellungsverfahren. Dann geht es in die Details. Hier erfährt der Leser alles über die einzelnen Sorten, welche Noten der Wein ergibt, wo er angeboten wird und zu welchem Essen der Wein passt.


Zum Schluss erfährt der Leser auch noch, welche Länder welche Weine anbauen.


„Der ultimative Wein-Guide“ - kompaktes Wissen, kurz und knapp erklärt. Dazu 333 Grafiken, die das ganze Wissen anschaulich machen. Ein Buch für alle Weinkenner und die, die es werden wollen. Ein Buch, das sich auch wunderbar zum Verschenken eignet.




Broschiert
229 Seiten
Verlag: HEYNE
 
 
 
 
Herzlichen Dank, dass ich das Buch
 lesen und besprechen durfte!