Sonntag, 14. Januar 2018

Hagener Spaziergänge: FernUniversität

Viel zu lange habe ich heute Mittag wieder vor meinem
Notebook gesessen, aber es musste sein. Wir suchen ja ein
nettes Hotel am Gardasee. Da ausnahmsweise mal heute
die Sonne über Hagen scheint und ich mir ja bewegungsmäßig
auch das eine und andere vorgenommen habe,
stand noch ein kleiner Spaziergang auf dem Plan. 





Von der FernUniversität Hagen habt Ihr doch sicherlich
schon gehört. Sie ist die erste und einzige staatliche Fernuniversität in Deutschland. Mit 76.000 Studierenden im Wintersemester 2016/2017 ist sie Deutschlands größte Universität. Von der Autobahn aus gesehen, sieht sie aus wie ein Raumschiff. 

Und wie Ihr hier sehen könnt, kann Hagen auch in Blau
- Bilder mit Seltenheitswert. 

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
der vergangenen Woche:


Foto: (c) Monika Schulte



1. Sonne, ich sehe Sonne!

2. Reha-Sport, manchmal heftig, aber effektiv.

3. Beim Sport eine liebe frühere Kollegin getroffen.

4. Mein selbst gestalteter Kreta-Kalender ist endlich da!

5. Ein wunderbares Lob der Autorin
Gabriele Diechler bekommen!
Ich freue mich immer noch!

6. Pizza, Pasta und Prosecco -
im nächsten Urlaub an den Gardasee?

7. Der Mann, der bei den Bodenübungen
beim Reha-Sport so schön geschnarcht hat.

8. Zum Testen einen Wein aus dem Veneto erhalten.
Wenn das kein weiteres Zeichen ist!

9. Ein kleines Minus, mehr verrate ich nicht. 

10. Einen richtig schönen Sonntagsspaziergang gemacht mit dem Fazit, dass der Reha-Sport tatsächlich schon greift. 

Samstag, 13. Januar 2018

"Unsere Tage am Ende des Sees" von Linda Winterberg

Eine nachdenklich stimmende Geschichte zu einem wichtigen Thema

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Ganze 25 Jahre ist es her, dass Hanna ihre Mutter zum letzten Mal gesehen hat. Als diese vom Ehemann verlassen wurde, stürzte eine Welt für sie zusammen. Trost suchte sie im Alkohol und wurde schließlich davon abhängig. Die 16-jährige Hanna versuchte alles, um ihrer Mutter zu helfen, doch irgendwann kam auch sie an ihre Grenzen. Sie, das junge Mädchen, das zum ersten Mal verliebt war und sich so oft wie möglich mit ihrem Freund am Ende des Sees getroffen hat - einen Sommer lang. Nach einem Unglücksfall zog Hanna mit Hilfe des Vaters nach Hamburg und hatte von Stund an keinen Kontakt mehr zur Mutter. 

Nun sind 25 Jahre vergangen und Hanna steht wieder vor einem Neuanfang. Den Ehemann bei einem Autounfall verloren, die Tochter im Ausland. Da erhält sie einen Anruf von ihrer Mutter. Hanna fährt zu ihr und langsam nähern sich die beiden Frauen wieder an und schmieden sogar gemeinsame Pläne. Hanna fährt oft an den See. Dort entdeckt sie eine Handvoll Briefe. Briefe, die ihr der damalige Freund geschrieben hat, jedes Jahr einen, so, wie sie es sich damals versprochen hatten...

"Unsere Tage am Ende des Sees" - eine Geschichte, die ein sehr wichtiges Thema aufgreift, die Alkoholabhängigkeit. Sehr authentisch schildert die Autorin den Gewissenskonflikt des jungen Mädchens. Einerseits ist da die erste Verliebtheit, andererseits immer wieder das schlechte Gewissen, wenn sie ihre Mutter nach einem Treffen mit Alex völlig betrunken im Haus vorfindet. Hanna macht sich dann immer wieder Vorwürfe, nicht im richtigen Moment für die Mutter da gewesen zu sein. 

Hanna opfert ihre Liebe, um in einer anderen Stadt ein neues Leben beginnen zu gönnen, doch ihre erste große Liebe, die nur einen Sommer lang gelebt werden konnte, hat sie nie vergessen. 

Ob man sich seiner Mutter nach 25 Jahren des Getrenntseins und ohne jeglichen Kontakt tatsächlich so schnell annähern kann, ob man tatsächlich gleich zusammenzieht, das wage ich zu bezweifeln, nimmt dem Drama aber auf alle Fälle die Schwere. Es ist eine bewegende Geschichte, die auch ganz klar zeigt, dass die Menschen um einen herum viel lieber mit dem Finger auf einen zeigen, als Hilfestellung zu geben. Die Autorin setzt sich sehr einfühlsam mit dem Thema auseinander. 

"Unsere Tage am Ende des Sees" - eine nachdenklich stimmende Geschichte mit kleinen Längen und Unebenheiten und doch absolut lesenswert!




eBook
432 Seiten
Verlag: aufbau Taschenbuch






Herzlichen Dank für das Buch über Netgalley!




Sonntag, 7. Januar 2018

Think Pink!

Ihr Lieben, einige Zeit habe ich meinen wöchentlichen
Think-Pink-Post ruhen lassen. Damit soll jetzt Schluss sein.
Ab sofort werde ich wieder meine Liste
schreiben und veröffentlichen. 

Hier meine 10 Punkte für diese Woche:



Foto: (c) Monika Schulte


1. Einen lustigen und fröhlichen Start ins Neue Jahr gehabt.

2. Tolles Silvester-Reste-Essen bei Ina und Jürgen.

3. Winterjacke zum halben Preis ergattert.

4. Mit Angelika einen tollen Nachmittag verbracht.
Endlich hat es geklappt!

5. 1 Stunde am Stück geschwommen (Fit werden 2018)!

6. Reha-Sport. Kaputt, aber glücklich!

7. Einen schönen Nachmittag mit meinen Eltern
und vielen leckeren Waffeln verbracht. 

8. Den ersten Tulpenstrauß 2018 gekauft. Farbe tut gut. 

9. Für Vera und mich ein Buch gewonnen!

10. Einen ganzen Tag lang keinen Regen! Hurrah!

"Abschied in Prag" von Alyson Richman

Ein stilles, sehr emotionales Drama mit unvergesslichen Protagonisten!

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Die 1930er-Jahre in Prag. Lenka ist Kunststudentin und verliebt sich in Josef, dem Bruder ihrer besten Freundin Veruska. Die beiden werden ein Paar, heiraten. Kurz nach der Hochzeit marschieren die Deutschen in Prag ein. Josef kann Papiere besorgen für die Überfahrt nach Amerika, doch Lenka lässt ihn mit seinen Eltern und seiner Schwester alleine fahren. Sie kann und will ihre Familie nicht zurücklassen. Josef verlässt sie mit dem Versprechen, sie und ihre Familie bald nachzuholen, doch das Schiff  mit seiner Familie an Bord wird torpediert und geht unter.

Lenka erhält die Nachricht von seinem Tod, doch Josef überlebt. Er emigriert nach Amerika, kann sich dort ein neues Leben aufbauen, doch auch er hält seine große Liebe für tot, bekommt er doch die Mitteilung, dass Lenka nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht wurde, doch wie durch ein Wunder überlebt die junge Frau das Grauen.

Zusammen mit ihrem Retter geht auch sie in die USA und gründet eine neue Familie. Lenka und Josef, eine Liebe, die einen grauenvollen Krieg und lange 60 Jahre überdauert. Eine Liebe, die nie aufgehört hat. Eines Tages, inzwischen hochbetagt, stehen sie sich gegenüber...

Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich schon wieder Tränen in den Augen. Es ist nicht nur eine Geschichte gegen das Vergessen. Eine tragische, unheimlich bewegende Geschichte, die sehr nahe geht. Am Schluss des Buches erfährt der Leser, dass diese Geschichte angelehnt wurde an eine wahre Begebenheit. Wie müssen sich zwei Menschen, zwei Liebende fühlen, die sich aneinander über Jahrzehnte für tot gehalten haben und sich plötzlich nach dieser langen Zeit gegenüberstehen? 

"Abschied in Prag" - ein stilles, hochemotionales Drama mit unvergesslichen Protagonisten. Die Autorin versetzt den Leser in einen gewaltigen Bilder- und Gefühlsrausch. Die sehr authentischen Beschreibungen über das Leben im Konzentrationslager Theresienstadt und schließlich die Deportation nach Auschwitz. Ich musste das Gelesene oftmals erst sacken lacken. Natürlich sind mir die Verbrechen bekannt, aber wieder darüber zu lesen, macht das Grauen nicht geringer. 

Die Tötungsmaschinerie der Nazi-Herrschaft, immer wieder fragt man sich, wie das möglich war. Auch hervorragend von der Autorin aufgenommen, das Schuldbewusstsein der Holocaust-Überlebenden, die das Erlebte oft tief in sich begraben haben, nicht darüber sprechen konnten. Die jahrzehntelangen Albträume. 

"Abschied in Prag" - eine Geschichte über eine großartige Liebe, unendlich traurig. Wer dieses Buch gelesen hat, wird es nicht mehr vergessen! 





Taschenbuch
384 Seiten
Verlag: DIANA






Herzlichen Dank an das Team des Diana-Verlages
für diesen großartigen Roman!





Donnerstag, 4. Januar 2018

"Frühstück mit Proust" von Frédérique Deghelt

Eine wunderbare Entdeckung!

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Gleich zu Jahresbeginn habe ich einen kleinen Bücherschatz aus meinem Stapel ungelesener Bücher befreit. Was für eine Entdeckung! Weshalb habe ich diesen wunderbaren Roman nicht längst gelesen? Ich weiß es nicht. 

Die achtzigjährige Mamoune erleidet einen Schwächeanfall. Daraufhin beschließen ihre drei Töchter, dass sie besser in einem Altersheim aufgehoben ist. Mamounes Enkelin Jade erfährt von ihrem Vater davon, der im weit entfernten Polynesien lebt. Spontan beschließt Jade, ihre Großmutter nach Paris zu holen. Eine ungewöhnliche, aber wunderschöne Zweier-WG beginnt. Jade entdeckt, dass ihre geliebte Großmutter, die auf dem Land gelebt, mit einem Bauern verheiratet gewesen war und immer so getan hat, als wäre sie nicht gebildet, heimlich die großen Klassiker liest, ja, sie immer schon gelesen hat. Mamoune bemerkt indes, dass ihre Enkelin, die als Journalistin arbeitet, einen Roman schreibt, mit dem es aber nicht so richtig voranzugehen scheint. Die beiden doch so unterschiedlichen Frauen lernen sich über die gemeinsame Leidenschaft zu Büchern neu kennen und ein ganz enges Band wird geknüpft.

"Frühstück mit Proust" - eine ganz wundervolle, leise Geschichte, eine Geschichte voller Weisheit und Zauber. Ein Buch, das glücklich macht, das einem bei jeder Seite ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Die Geschichte zweier so unterschiedlicher Frauen, zweier Liebesgeschichten, die miteinander verwoben diesen faszinierenden Roman ergeben. Ein modernes Märchen mit einem überraschenden, berührenden Ende, das sehr zum Nachdenken anregt. Unbedingt lesen!





Taschenbuch
286 Seiten
Verlag: aufbau Taschenbuch